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Schon oft gemacht, hier eine kurze Beschreibung zu dem was ich einfach mal 'Speed Trampen' bzw. 'Speed Hitchhiking' nenne.
Speed Trampen ist eine besondere schnelle Art des Trampens (bzw. eignet sich um die Mitnahmewahrschenlichkeit an besonders blöden Stellen zu erhöhen) und wird meist von einem gemischten Reiseduo ausgeübt. Dabei stellen sich die zwei Personen im Abstand von ungefähr 50 Meter an die Staße. Die Möglichkeit des sicheren Anhaltens sollte dabei, wie auch beim normalen Trampen, beachtet werden. Der Abstand und Platz erschließen sich natürlich aus der Geschiwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge, je schneller die Fahrzeuge, desto mehr Platz hat man nötig. Die erste Person benutzt ein Schild mit einem weit entfernten Ziel, die zweite Person ein Schild mit einem nahen Ziel. Hält ein Auto für die zweite Person, was in rund 90% der Fällen passiert, so fragt diese ob die andere Person auch mitkommen kann, da diese auch in die selbe Richtung muss.
Ich denke, dass man mit dieser Methode seine Wartezeit gegenüber dem normalem 'an der Straße stehens' um etwa Hälfte verkürzen kann. Dies ist meine rein subjektive Einschätzung, basierend auf den Erfahrungen die ich bisher machte. Ob diese Art des Trampens einen (Geschwindigkeits)Vorteil gegenüber des direkten (an der Tankstelle) Fragens hat, kann ich nicht einschätzen. Ich ziehe es vor mir die Leute bei denen ich mitfahre selbst rauszusuchen und dann anzusprechen, somit können sich alle Beteiligten ein Bild voneinander machen. Daher sehe dies eher als eine Ergänzung, wenn man doch einmal zu zweit an der Straße steht und schnell weiter möchte. Vor allem im (Tramp)Urlaub passiert dies doch des Öfteren.
Eine mögliche Erklärung: Viele FahrerInnen sehen den Tramper am Straßenrand viel zu spät und können deshalb nicht mehr anhalten. Des Weiteren können sie das Schild nicht lesen, fahren nicht so weit oder nehmen keine männliche Reisenden mit. Der Gedanke, dass sie jemanden, vielleicht sogar einen Tramper, unter anderen Umständen mitnehmen könnten, bleibt zurück. Die Aufmerksamkeit des Fahrers verweilt meist noch am rechten Straßenrand und siehe da: ein anderer Tramper taucht auf. Ihr Ziel auf seinem Weg, freundlicher Eindruck und der Fuß war ja eh schon beinahe auf dem Bremspedal...
... und in diesem liegt vielleicht auch ein gewisser Nachteil in dieser Methode: Es halten wirklich schnell auch noch so komische Gestallten an. Also, wie es Tramper (und vor allem Frauen) sicherlich des Öfteren machen müssen, wenn man bei jemanden ein komisches Gefühl hat: Nein sagen!
Eine Diskussion die man sicherlich führen kann, ist die wer als erstes und wer als zweites Steht. Generell ist es sicherlich wirkungsvoller wenn erst die männliche und dahinter die weiblich Person steht. Man kann davon ausgehen dass viele Menschen eine niedrige Barierre haben Frauen mitzunehmen. Sollte man aber davon ausgehen, so kommt wohl in ein morelles Dilemma, da man diese Tatsache ausnutzt. Deshalb sollte man als zweite Person, da diese mehr Aufmerksamkeit bekommt, die Person plazieren, die freundlicher schaut und einen netteren Eindruck macht. Somit nutzt man seine einigene Schwächen und Stärken vollens aus...
Für alle, die mehr wissen wollen: Priming & Foot in the door und auch diese Buchempfehlungen.
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* Auf dem Bild ist unserer Fahrer zu sehen der Phine und mich beim erfolgreichen Speed Trampen mitgenommen hatte. Im wahrsten und doppelten Sinne des Wortes war es in dieser Situation Speed Trampen. Dieser freundliche Herr in seinem Kabrio gab an (wie sich später raus stellte) Profi-Rennfahrer zu sein ("hey, ihr braucht keine Angst zu haben, ich bin Profi") und bot prollig an für uns ein paar Kilometer extra zu fahren. Mit nicht zu unterschätzender und angsteinflösender Geschwindigkeit jagte er die schmale Straßen bis zur bosnisch-kroatischen Grenze hinauf. Die Geschwindigkeit drückte uns regungslos in die Sitze, die knappen Überholmanöver und Kurven schleuderten mein frisch gekauftes Brot hin und her. Zu unsere Vergnügung verpasste er beinahe die letzte Kurve und schanzte dabei fast über die grüne Grenze (in einer solchen Situation lacht man wohl beinahe über alles um seinen Stess ab zu lassen). Die Brotkrümel auf der Rückbank seiner frisch polierten Karre nahm er uns wohl übel, vielleicht das schlimmst was man ihm antun kann. Bei jedem meiner anderen Lifts, die ich in meiner während meines bisherigen Tramperdaseins hatte, hätte mir dies wohl sehr leid getan, ja, wäre mir dies sehr peinlich gewesen. Na ja, hoffentlich nahm er es nicht nur uns übel und nimmt nie wieder Tramper mit... und ja, ich hatte Angst bei diesem Lift (auch um meine Kamera als ich das Bild machte). Kurzum: Sagt Nein zu Lifts wenn ihr ein komisches Gefühl habt!
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| 20070801_Bosnien_SpeedTrampen-SpeedHitchHiking.jpg | 48.72 KB |
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