Freiburg - Südfrankreich und zurück
Habe in den letzten zwei Wochen in wenig trampererfahrung in Frankreich gesammelt, die ich gerne weitergebe.
Los ging´s zu zweit von Freiburg mit Mega-viel Gepäck (2 riesigen backpacks, Isomatten, Schlafsäcken, Zelt, Kocher, etc.) zum Campingurlaub in die Carmague. Startpunkt war, nicht die Kronenbrücke- wie üblich in Freiburg-, sondern wir haben uns direkt an die Bushaltebucht in der Basler Landstraße (vor dem Mc Doof, Aldi) gestellt, um mal was neues auszuprobieren. Vielleicht lag´s an der Stelle, vielleicht auch an dem ungünstigen Zeitpunkt (Sonntag mittag), aber wir sind an diesem Tag ganze 60km!! (bis Mulhouse) gekommen, ohne das jemensch uns mal richtung Autobahnauffahrt mitgenommen hätte. Haben dann abends um 10 Uhr etwas gefrustet unsere Schlafsäcke in einem Wäldchen ausgerollt und standen am nächsten Tag an der Autobahnauffahrt A36 richtung Belfort/ Besancon. Wieder dauerte es Stunden, bis wir endlich einen Lift bekommen haben. Dabei war es völlig egal, ob wir ein Schild raushielten, oder nur den Daumen. Dies scheint, zumindest nach meiner Erfahrung, in Frankreich allgemein so zu sein. Oft wurde uns auch gesagt, dass die Franzosen eher Angst haben, jemanden an der Strasse aufzulesen, wegen Überfällen und so...
Zwei lifts später kamen wir diesen Tag noch bis Lyon. In Ermangelung einer Straßenkarte mit eingezeichneten Raststätten und, da die letzte Raste vor Lyon gerade Baustelle war, mußten wir letztendlich doch in die Großstadt rein und sind zur Abwechslung am nächsten Tag Zug gefahren.
Die Rückreise startete direkt am Strand in der Carmague (11km südlich von Salin de Giraud) wo wir es nach mehreren lifts in einem Tag bis Lyon schafften. Wobei es, nach meiner Erfahrung, an Raststätten in Frankreich generell besser zu funktionieren scheint mit dem trampen, als an den Paiages. Dies scheint daran zu liegen, dass man an den Rasten direkt Leute ansprechen kann (und auch kein Schild braucht, in welche Richtung man möchte) und so die Menschen direkt ansprechen kann. Oft hatte ich den Eindruck, dass die angesprochenen Autofahren ganz perplex waren, und überhaupt nicht daran gewöhnt, dass jemand sich so fortbewegt, daß sie uns, unsere Bitte, uns ein Stück mitzunehmen nicht abschlagen konnten.
Generell gilt auch, dass es im Süden Frankreichs schwieriger ist als im Norden. Vor allem, da im Süden nicht überall Autobahnen sind und man auf National- bzw. Departementalstraßen ausweichen muss und so nur schleppend vorankommt (v.a. Arles - Avignon).
Noch ein letzter Tip, den mir jemand auf der Straße gegeben hat, den ich allerdings nie selbst ausprobiert habe und den ich hiermit weiterleite: wenn die Franzosen ihr Auto verkaufen und dies zum Käufer fahren, stehen sie wohl selbst (gut erkennbar an ihren Nummernschildern) an der Straße und werden so, ähnlich wie hier die Wandersleut, erkannt und anscheinend ohne Probleme mitgenommen. Also, falls es mal nicht weiter geht, nehmt euch ein französisches Nummernschild in die Hand, und versucht den Trick mal. Ich freue mich auf Erfahrungsberichte....
mercedes
du hast mit den peage stationen absolut recht. von dijon bis freiburg ging bei mir an meiner ersten stelle, einer peage station auch überhaupt nichts. danach recht flott bis mulhouse, aber über die grenze zu kommen war dann nochmal ein akt! in frankreich nieber an der tanke oder der raste trampen, an peage stationen gehts echt zäh!








