abgefahren e.V.

Ländergrenzen

Hallo Leute,

gerade habe ich meine 4000ten Trampkilometer gemeistert. Ich hätte im August letzten Jahres, wo ich damit angefangen habe, niemals gedacht, dass es mal so viel wird und noch immer kein Ende in Sicht ist. Mittlerweile kann ich Leuten schon ganz gut Sachen erklären, über Vorbereitung, Sicherheit und die meisten Fragen beantworten und das nciht zuletzt, wegen dem netten Verein und seinen Mitgliedern hier. Eine Frage plagt mich selbst allerdings auch noch:
Wie macht ihr das an Ländergrenzen mit Kontrollen. Steigt ihr vor der Grenze aus und geht zu Fuß durch und sucht euch danach nen neuen Lift? Ich meine, der bei dem man drin sitzt, könnte ja irgendwie Drogen schmuggeln oder sonstwas. Nachher wird der erwischt und weil man mit im Auto sitzt, wird man erstmal mit verdächtigt und geht nachher noch in U-Haft oder sowas. Das kann unangenehm sein. Oder würdet ihr sowas ausschließen? oder ist man als beifahrer immer schuldfrei bei sowas? naja ich weiss ja nicht, wie man sich am besten vor sowas schützen kann....also ich glaube, ich werde das so machen, dass ich mcih vor der kontrolle rausschmeissen lasse....zu fuß die grenze überquere und dann mir nen neuen lift suche...ja gut bei nem rentnerpärchen mit wohnwagen vielleciht nicht. aber sonst! ...was meint ihr?

Solange du nicht wirklich

Solange du nicht wirklich Drogen schmuggelst oder illegal einreist, sind Grenzen ja im Prinzip egal. Das kann dein Fahrer aber natuerlich nicht wissen, weshalb viele Leute da aengstlich sind. Mir ist es schon passiert, dass mich Leute vor der Grenze abgesetzt haben. Meistens ist das nicht schlimm, weil Grenzposten oft sehr gute Trampstellen sind.
Andere Mitnehmer hingegen machen sich ueber sowas keine Gedanken und nehmen einen auch mit ueber die Grenze. Ergo: gucken was der Fahrer sagt. Wenn er dich vor der Grenze absetzen will, Verstaendnis zeigen und zu Fuss rueber.

Probleme hatten in paar Hollaender, die ich mal getroffen hab. An der Grenze von Oesterreich nach Ungarn wollten die Zollbeamten sie nicht zu Fuss rueberlassen. Den Grund habe ich nicht genau verstanden, aber offiziell gibts an Grenzposten an der Autobahn halt keinen Fussgaengerueberweg. Die mussten also vor der Grenze einen Lift bekommen, da sind die Leute dann natuerlich viel eher skeptisch. Ein paar Tage spaeter bin ich mit nem Kumpel an der gleichen Grenze zu Fuss rueber. Der Zollbeamte sagte auf der Autobahn darf man nicht zu Fuss laufen. Als wir gesagt haben wir wuerden trampen, liess er uns aber doch rueber.

und was ist, wenn das auto,

und was ist, wenn das auto, dass dich mit rüber nimmt in dem du drin sitzt irgendwas hat...etwas schmuggelt oder so....können die dich dann mit zur verantwortung ziehen, weil du mit drin sitzt?

Ich würde mir da keine

Ich würde mir da keine Sorgen machen. Zum Einen sind die Chancen gering das du gerade mit jemand fährst der etwas schmuggelt, und zum Anderen werden die wenigsten Autos überprüft. Selbst wenn der Fahrer durchsucht wird und etwas dabei hat, musst du dir als Tramoer keine großen Sorgen machen, das du auch in Schwierigkeiten kommst. Wenn sie dir erst nicht glauben, das du per Anhalter mit dem Fahrer unterwegs bist, gibt es ein paar Möglichkeiten dies zu beweisen. Alleine das du eine andere Nationalität hast, wo ganz anders wohnst, und einen großen Rucksack mit allem nötigen zum Überleben dabei hast, müsste reichen. Du kannst auch ein paar Schilder die du gemacht und aufgehoben hast den Polizisten zeigen, oder deinen Passport mit dem des Fahrers vergleichen lassen (außerhalb des Schengen Raums kriegt man ja meistens Stempel die die Einreise und Ausreise Nachweisen - wenn die Grenzwächter sehen das du in den letzten Wochen einige Grenzen überschritten hast und andere als der Fahrer, müsste das Beweis genug sein das du ein Reisender bist und nicht zu ihm gehörst)

Borders on motorways cannot

Borders on motorways cannot be passed on foot officially.

I've hitchhiked only at the German-Polish border five times, everytime just after the border, which I would also prefer.

wieder gefühlsache

gut vielen dank für die tipps! ich denke am besten verlässt man sich wieder auf die menschenkenntnis ;)

NL-D

Moin,

hier mal meine erfahrungen:

die deutsch-niederlaendische grenze ueberquere ich fast im zweiwochen takt regelmaessig, wurde bisher erst 3mal (von ca. 40 tramptagen) angehalten, perso gecheckt, klar, weiter. nie probleme gehabt, drogen ja eh nicht dabei. Die Menschen die mich mitnehmen fragen natuerlich fast regelmaessig, aber der Satz "Ich studier in Enschede, wenn ich da Drogen konsumieren wollte koennt ich das auch da machen" sitzt meistens gut :)

Letzten Sommer auf dem Weg in die Tuerkei auch keinerlei Probleme gehabt, an der Slowenisch-Kroatischen Grenze mit meinem Lift sogar ohne Passkontrolle durchgekommen, an der serbischen Grenze dann vor der Grenze ausgestiegen, ruebergelaufen, dumme Fragen der serbischen Grenztante beantwortet (Wo sie fahren hin? - Belgrad! Was wollen sie da - Kucken!)...an der bulgarischen Grenze auch vorher ausgestiegen, ruebergelaufen und dann am Ende an der Ausfahrt wieder hingestellt. Polizei/Zoll hat nie was gesagt. In der Tuerkei hin auch kein Problem, konnten selbst an der Schranke Leute ansprechen, als diese zum letzten mal ihre Paesse vorgezeigt haben.

Also, je nachdem ob dein Lift weiterfaehrt oder nicht auch aussteigen, oder drin bleiben. Bei LKWs steig ich immer aus, weil die ja teilweise Stundenlang warten und manchmal dich auch nicht mit rueber nehmen duerfen. Bei Privat-PKWs ist das anders, da bleib ich meist sitzen. Und wenn doch, dann laeuft man eben rueber, wartet auf neue Lifts oder bis der alte einen wieder einholt :)

So, hoffe das hilft dir, am besten keine Sorgen machen, sowieso nicht innerhalb des Schengen Raumes :)

unnoetigen Stress... aufs Gefuehl verlassen...

Ich denke zu den obigen Postings gibt es nicht viel zuzufuegen.

An welche Grenzen denkst du ueberhaupt?

Generell musst dich eben von Anfang an von deinem Fahrer distanzieren, dann sollte alles gut verlaufen. Ich finde es jedoch nicht immer einfach dies zu tun, schlieszlich hat man ja meist mit seinem Fahrer schon ein paar Stunden zusammen verbracht und dann kommt jemand anders der bloede Fragen stellt. Selbst wenn man nichts zu verbergen hat komme ich mir immer ein wenig komisch vor. Natuerlich kann dein Fahrer, wenn er was hat (vor allem bei kleinen Mengen), auch die Gelegenheit nutzen und alles auf dich schieben und das koennte ein wenig unnoetigen Stress verursachen. Also wenn du ein schlechtes Gefuehl hast, lieber zu frueh als zu spaet austeigen.

fein

schön, zu dem thema was gelesen zu haben. vielleicht wäre das auch was fürs hitchwiki, thema grenze oder so? ... ja ich habe wie gesagt an die grenzen auf dem balkan gedacht.... aber ich glaub ich weiss jetzt, wie ich das machen werde! ich bleib normalerweise drin sitzen. wenn ich vorher im gespräch schon erfahre, dass die einstellung von dem gegenüber drogen usw. etwas lockerer scheint, dann lass ich mich einfach vorher absetzen und gehe zu fuß um unnötigen stress zu vermeiden!

grenzen im balkan

ich hatte bei der ueberquerung der grenzen im balkan nie probleme, meist war es jedoch schwer leute zu finden die bis zur grenze fuhren (viele leute hatten wohl angst vor der grenze noch jemanden mitzunehmen) und damit sollte sich die frage, im auto zu bleiben oder nicht, fuer dich in den meisten faellen eh eruebrigen.. ;-) meine freundin und ich mussten in den grenzregionen (vorallem zu den grenzen) viel zufuss zuruecklegen…

apropo balkan, grenzen und drogen… da faellt mir ein, dass wir bei der grenze von kroatien nach bosnien einen lift bis recht nah an die grenze hatten. einen lift von nem typen der eigentlich gar nicht in die gegend musste und uns nur einen gefallen tun wollte, aber nicht noch weiter fahren wollte, da... rat mal? er gerne mal einen raucht... in diesem fall waere es mir aber recht gewesen wenn er uns bis zur grenze gefahren haette! das haette uns nen fussmarsch (und serpentinen) von ner guten stunde erspart... der grenzposten war recht besorgt da wir mittem im niemandsland waren und haette uns beinahe nicht mehr weitergelassen. nach ner halben stunde warten kam die polizei vom naechsten ort (kein ahnung was die im nachbarland machten) und hat uns so selbstverstaendlich gestoppt wie ein linienbus und uns dann mitgenommen. anscheindend wurden die schon von den zollbeamten auf uns aufmerksam gemacht. weiter gings mit vollgas, die zwei polizisten kannten die strecke wohl die strecke recht gut, irgendwie haben wir wieder fast alle fahrzeuge eingeholt denen wir vorher zuwinken (verfluchen?) durften...

hitchwiki? klar, einfach anlegen und anfangen...

lg

Yes, that is another

Yes, that is another interesting situation.

When there is a queue at the border it can be a lot faster to leave the vehicle once it reaches the queue, walk by the queue, cross the border and hitch on.

Did that twice.

Coming back from Lithuania I got back on the main road during a hike through forests and over frozen lakes about two kilometre before the border. Traffic passing by at 70-90 kmh, snow on the road. Tried to hitch a lift for a minute or so, then walked the 2 km to the border to Poland. There was a little queue and I walked by all the cars that had passed me. So as you see, walking can be really a fast way of travelling, and it is healthy and more natural.

Going to Ukraine from Poland, thus leaving Fortress EUrope, over the smallest official crossing near Ustryki Dolne I thumbed at a road with cars driving 80-90 kmh and the first one stopped. I went along with them till the start of the queue at the border. They advised me to get out, as it would safe me several hours of waiting. So I hiked along the one kilometre queue. Couple of hundreds of meters before the border there was a first barrier and a Polish border guardian asked the first driver in the queue if “a Dutch friend” could go along with them. Apparently it was not allowed to cross the border on foot. Behind the first barrier there was a line of some tens of cars and the driver told me it would be better to get off again (although this was probably not allowed between the first barrier and the border). So I did and got in again with perhaps the second car before the actual border crossing. Then some questions of a non-English, non-German speaking Ukrainian border guardian, signing “immigration card” to Ukraine. Just behind this border the driver offered to take me for 3 dollars about 20 kilometre further on. I preferred hiking in Ukraine. So I went, and after one kilometre an internal border appeared (where every tourist was supposed to get a Ukrainian travel insurance up to the post-communisms orange revolution took place in 2004). So border guardians took me into their office and they found an English speaking colleague, who posed some questions (Why do you come to Ukraine? What do you do? What kind of work do you do? Which countries have you been in? Where are you going to stay? Can you tell us something about the Netherlands?). Lots of Ukrainian flags on the walls, the Ukrainian constitution in big letters and photos of the President and some other high ranked officials. After a quarter of an hour they let me saying “and now you are free!!”.

Then hiking along the road in Ukraine two cars stopped to give me a lift on the way, although I was not at all requesting a ride. Got the impression that ten percent of the Ukrainians hitchhike… Finally I went on in a little bus which they call “marsrutni taksi” and an old woman told me to get in and sit down, and I did not have to pay because I told to the driver in Polish that I had only Polish Zloties.

Crossing the border on the way back is perhaps also worth noting. 10 km from the border there was a little petrol station. A UA border guardian was hitching there and I took my place 100 meter behind him. He was picked up quite soon, and I also got away quick. He was a businessman trading between UA and PL regularly and at the border he drove by the whole queue, showed some papers to the border guardian and a photo of him having just shot a Brown bear in Ukraine or Russia, then we could go on. Perhaps he had really specific papers, perhaps there was some bribery involved, I did not find out.

Oh, last 29 December I hitched on the Polish-Slovak border in Tatras, crossing named Lysa Polana, very well after dark. Border control had just been stopped as both countries were going to enter Schengen in a couple of days (the checking stopped about 20 December so that Christmas travellers were not bothered anymore). Nice and good place, really easy to get away, even hours after darkness, as such borders are usually very well lit.

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